Pascale Fretz + Asia Niederdorfer – the emotions of nature


Natur ist all das, was ohne menschlichen Einfluss, ohne menschliches Zutun abläuft oder entstanden ist. Der Mensch ist Natur, von da entstanden und kann ohne nicht überleben. Seit Jahrhunderten sieht sich der Mensch immer mehr als das höchste Wesen. Es war seine Bestimmung, die Natur zu formen, zu zähmen und dadurch zu «verbessern». Dies entwickelte sich immer weiter, heutzutage wird die Natur jede Sekunde im Übermass genutzt. In dieser Fotoserie wird die Verbindung zum Mensch & der Natur wieder hergestellt. Emotionen und Gefühle der Natur werden durch einen Mensch ausgedrückt & die Zerstörung und Eingriffe des Menschen aufgezeigt.


Lea Göldi – Ich brauche dich, aber ich weiss, du brauchst mich nicht. Ich liebe dich, aber ich weiss, du liebst mich nicht.


Die Natur ist nichts anderes als ein riesiges Ökosystem des gegenseitigen Austauschs. Ein gewaltiger Raum in dem sich Identitäten bilden und andere vergehen. Ironisch, wie die Menschheit versucht, eine Grenze zwischen sich und diesem System zu ziehen. Egal wie sehr sie es probiert, schlussendlich bleibt sie ein Teil davon. Alles was sie verändert, alles was sie zerstört und unter Kontrolle bringen will, jeder Teil, auch der ganz eigene, wird davon betroffen sein. Eine Sammlung aus Texten und Cartoons, im Kontrast zwischen Satire und Ernst und dem Menschen und der Natur.


Joel Hutter – Revitalisierung des Gossauer Dorfbachs


Wasser ist die Quelle des Lebens. Ursprung alles Seins. Gewässer sind ein Naherholungsgebiet für die Gesellschaft und Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Doch wie oft sehen Sie im urbanen Raum noch ein fliessendes Gewässer, das diese beiden Gesichtspunkte aufweist? Kommt Ihnen ein Fluss oder ein Bach in ihrem Wohnort in den Sinn, der nicht von Betonmauern eingezwängt, den Weg geht, der ihm der Mensch aufgezwungen hat? Die Revitalisierung eines Gewässers kann genau diesen verloren gegangenen Lebensraum zurückbringen. Spannend wird so eine Revitalisierung erst richtig, wenn sie auch zum Ziel hat, einen attraktiven Ort für die Bevölkerung in Gewässernähe zu gestalten. Aber sehen Sie selbst.


Bastian Jacobsen – SWAP


In den Medien kursieren täglich dutzende Bilder von leidenden Tieren. Meist wird dieses Leid vom Menschen geschaffen. Ob auf direkte Art, oder durch den vom Menschen geschaffenen Klimawandel. Wie würden diese Bilder vom Tierleid jedoch aussehen, wenn man die Rolle von Mensch und Tier vertauscht? Auf eine humorvolle Art und Weise wird diese Frage mit einer Serie von animierten Illustrationen beantwortet. Die Vorstellung von Koalas, welche dem Menschen seinen Regenwald abbrennen ist absurd, aber irgendwie auch amüsant.



Larissa Krieg – Plantpeople


Vor langer Zeit hat der Mensch über die Natur triumphiert. Wir haben Sie unterworfen, sie uns zu eigen gemacht. Doch was, wenn dies nicht der Fall gewesen wäre? Wenn wir, anstatt die Natur zu unterdrücken, wir uns ihr angeglichen hätten? Wie sähen wir dann aus? In dieser Arbeit wird genau das erforscht! Das daraus resultierende Postkartenpaar zeigt eine Vorstellung zweier solcher “Plantpeople“, umgesetzt in digitaler Malerei. Die Diversität und Ethnizität der Menschen wird in den ausgewählten Pflanzenarten widergespiegelt.


Andrin Laib – Drown


Es betrifft alle, jeder Mensch ist angesprochen. Es ist eines der schlimmsten Probleme des 21. Jahrhunderts, doch die meisten scheint das wenig zu kümmern. Drown ist ein Foto, das den Geist der Zeit trifft und die Gesellschaft spiegelt. Die Menschen als Täter, die ihren eigenen Untergang erschaffen. Was müssen sie tun, um das zu verhindern? Was wollen sie tun? Können sie noch etwas tun? Das wichtigste ist, dass sie etwas verändern, und zwar jetzt.



Korona L’avadia – dys-FUNCTIONAL/human nature


Neuro abgeleitet vom griechischen Neuron bedeutet Nerv und diversity abgeleitet aus dem lateinischen diversitas bedeutet Diversiät. Zusammen bilden sie die Definition einer sehr wichtigen Gesellschaftsbewegung namens «Neurodiversity».
Neurodiversity ist das Konzept, dass bestimmte "Störungen" wie Legasthenie, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS), Autistisches Spektrum u.Ä. als Variationen menschlicher Neurotypen anerkannt werden sollten. «dys-FUNCTIONAL/human nature» schafft ein neues Paradigma, das den neurodiversen Menschen den Respekt entgegenbringt, den sie verdienen.



Ylva Manser – Unboxing


Von unverpackten Wahrheiten, fatalen Folgen und kleinen Hoffnungsschimmern

Zigarettenkippen! Wer kennt sie nicht, überall liegen sie herum. Sie sehen nicht nur extrem unschön aus, vielmehr sind diese winzigen Reste ein gigantisches Problem.
Auf die gesundheitlichen Folgen für den Menschen wird hier jedoch nicht angespielt, diese kennt heute jede*r, sondern auf die dramatischen Auswirkungen auf Natur und Umwelt, welche beim Anbau, der Produktion, dem Konsum und der Entsorgung von Zigaretten entstehen.
STOP SMOKING. START CARING.


Fernando Antonio Miguel – Symbiose


Der Mensch lebt in ständiger Wechselbeziehung mit der Natur. Dank dieses Zusammenspiels definiert er seine Aufgabe im In-Takt-halten der Umwelt. Jedoch ist die gesellschaftliche Wahrnehmung der Natur getrübt. Nach wie vor manipuliert der Mensch die Umwelt im Sinne seiner Ideologie. Abspaltung und Schädigung sind daraus resultierende Folgen. In diesem Zusammenhang ist der abstrakte Begriff «Entfremdung» sehr präsent. Mit der Illustration wird die Natur als lebenswichtiger Bestandteil wieder in das Bewusstsein der Menschen gerufen.


Constantin Niedermann – Löwenzahn


Die Kraft der Pflanzenwelt wird vielmals von der Menschenwelt unterschätzt oder sogar als störend wahrgenommen. Eine Bildserie soll dabei die Kraft der Natur aufzeigen. Die Fotos wurden mit einer analogen Canon Spiegelreflex Kamera aufgenommen. Hierbei handelt es sich bei den Oberflächen nicht um natürliche, was bedeutet, dass sie vom Menschen erschaffen worden sind. Dadurch soll der Überlebensinstinkt sowie die Kraft der Natur aufzeigt werden. 20 Bilder sollen diese Absicht aufzeigen und den Betrachter zum Nachdenken anregen.


Lorenzo Perino – Free Nature


Mensch und Natur. Diese zwei Begriffe scheinen in der heutigen Zeit beinahe gegensätzlich zu sein. Der Mensch lebt auf der Erde mit der Natur zusammen, ist aber kein Teil mehr von ihr. Er nimmt Eingriffe in die Natur vor, gestaltet sie zu seinem Vorteil und nach seinen Wünschen. Doch nicht alles, was grün ist, hat auch einen Bezug zur freien Natur. Die Vorstellung, wie diese aussehen soll, hat sich schon in vielen Köpfen eingeprägt. Doch der Mensch hat schon so viel verändert, dass den meisten das Aussehen richtiger Natur gar nicht mehr bewusst ist. Die Fotoserie Free Nature zeigt die unberührte Natur und vergleicht sie mit derjenigen, die deutliche Spuren menschlicher Eingriffe aufweist.



Francisco Martinez Ruiz – Gestaltung inspiriert durch Albert Camus

Inspiriert durch den existentiellen Philosophen Albert Camus zeigt die Gestaltung eine Auseinandersetzung mit dessen Buch: Die Hochzeit des Lichts. Geprägt vom Leitgedanken des Expressionismus, das Gefühl als höchsten Wert zu definieren, entsteht eine Interpretation, welche sich auf eigene Erfahrungen stützt. Camus liefert in seinem Werk eine bildhafte Beschreibung der mediterranen Natur und kombiniert diese mit philosophischen Reflexionen, welche sich an die Schönheit des Lebens, als auch deren Sinnlosigkeit richten.




Sinja Rüdisüli – Natur im Menschen


Die Natur ist imperfekt aber trotzdem etwas wunderschönes. Jeder Mensch empfindet die Natur anders. Genauso hat jede Person einen anderen Bezug zur Natur. Doch eigentlich hat man, mehr mit der Natur Gemeinsam, als man eigentlich wahrnimmt. In dem Projekt «Natur im Menschen» will man die Verbindungen zwischen dem menschlichen Körper und der Natur anschaulich aufzeigen. In der heutigen Gesellschaft wird der Körper immer noch oft kritisiert, da nicht jeder gleich aussieht. Doch so ist in der Natur ebenfalls, nicht jedes Blatt sieht wie ein anderes aus.


Max Schedler – Grenzen Ziehen


Die Grenzen zwischen Mensch und Natur sind sehr schwammig gezogen, jedoch gibt es auch sehr klare Linien, welche nicht dazu bestimmt sind vom Menschen überschritten zu werden. Diese künstlerische Arbeit hat den Leitgedanken spielerisch auf die Zersiedelung in der Schweiz aufmerksam machen. Die Bergwelt der Schweiz ist heute schon für viele Zugänglich aber es gibt auch Orte die nicht bebaubar sind und auch nicht bebaut werden sollten. Deshalb ist das Matterhorn auch das beste Beispiel für diese Arbeit.


Sandro Siracusa – Zwiespalt


Im Projekt «Zwiespalt» liegt die Natur in den Händen der Menschen. Denn mit ihren Entscheidungen können Katastrophen entstehen oder vermieden werden. Waldsterben und Luftverschmutzung, Chemikalien in Böden und Flüssen, ölverseuchte Strände, Tschernobyl, Treibhauseffekt und Ozonloch: Die Umweltkrisen und – katastrophen der letzten 50 Jahre haben zu Bewusststein gebracht, wie lebenswichtig eine intakte Natur für uns Menschen ist.


Stéphanie Welter – PLASTIKZENTA


Flüssig, fest oder biegbar. Kunststoff kann alles. Das Produkt ist so dauerhaft, dass es uns ein Leben lang erhalten bleibt. Klingt das nicht romantisch?
«Bis dass der Tod uns scheidet…» Unsere Liebe zum Plastik ist für immer. Wer nun aber die Erzählung einer romantischen Liebesgeschichte zwischen Menschen und Kunststoff erwartet, hofft vergebens. Mikroplastik heisst der Übeltäter dieser so verheissungsvoll gestarteten Liebe und wer sich traut, über den Rand der rosaroten Brille zu schielen, sieht dunkle Wolken aufziehen.


Reto Zimmermann – Popanz


Schwer liegt das Gewicht des Menschen auf der Natur. Die Symbiose zwischen menschlicher und natürlicher Schönheit droht zu zerbrechen dank Habsucht und Gier. Der Mensch ernährt sich von der Erde, doch ist er niemals satt. In das Fundament der Natur ritzt er stetig sein kurzes Dasein und kennt dabei keine Grenzen. Auf einem Meter und 40 Zentimetern Durchmesser lässt sich die ganze Tragik darstellen und eine einzige Skulptur reicht aus, um dieses rücksichtslose Handeln zu spiegeln. Die Folgen werden als Popanz gezeigt, sodass bei der Betrachtung die Tragweite des Geschehens nicht akzeptiert werden muss. Reto Zimmermann versucht, diesem Paradoxon ein Gesicht zu geben.