Jill Bommer – 
Die Stille schreit


Stille kann schreien. Genau dieses Paradox steht im Zentrum der Neuinterpretation von Orten, die gewöhnlich mit Leben, Bewegung und Sicherheit in Verbindung gebracht werden. Sie werden durch eine neue fotografische Bildsprache leer, verlassen und beinahe bedrohlich portraitiert. Die entstandene visuelle Stille wirkt nicht beruhigend, sondern laut, spürbar und irritierend. Es entsteht ein Gefühl, dass etwas fehlt. In den leeren Räumen, in denen die Aussenwelt verstummt, können Gedanken umso lauter und eindringlicher werden.