Selina Preisig –
Spiegellos


Eine Choreografie, die blind erlernt wird und auf visuelle Kontrolle verzichtet. Das scheint im choreografischen Tanz undenkbar. Ein Experiment, bei dem eine selbst erarbeitete Choreografie ausschliesslich über verbaler Anweisungen an Dritte vermittelt wird, wobei der Sehsinn während des gesamten Lernprozesses durch das Tragen von Augenbinden entzogen bleibt. Währenddem der Fokus auf dem Spannungsfeld zwischen der ursprünglichen Choreografie und dessen interpretierten Umsetzung liegt, hinterfragt dieses Projekt die Abhängigkeit vom Sehsinn im choreografischen Tanz und thematisiert Kontrollverlust sowie Vertrauen in fremde Führung. Ein Film dokumentiert die ursprüngliche Choreografie, deren Interpretation sowie Ausschnitte des Vermittlungsprozesses.