Lorena Kummer Zerbrochene Erinnerungen 


Die Arbeit «Zerbrochene Erinnerungen» thematisiert das touristische Reiseziel Brasilien, dass einst unter Militärdiktatur (1964–1985) stand. In vier Collagen werden persönliche Reiseaufnahmen und Familienfotos mit historischen Bildern der Militärdiktatur kombiniert. Bedrucktes Transparentpapier überzieht die Bildoberfläche mit einem Muster, dass an zersplittertes Glas erinnert – ein Symbol für die Fragilität von Erinnerungen, dem Bruch zwischen Vergangenheit und Gegenwart, und die Zersplitterung historischer Wahrheiten. Gleichzeitig wirkt es als Störfaktor im idyllischen Moment und hinterfragt die Idealisierung eines Ferienortes. Ausgehend vom Thema «Undenkbar» reflektiert das Projekt, wie schwer vorstellbar eine gewaltvolle Vergangenheit in einem schönen Land ist.